Barceló Rumfabrik in der Dominikanischen Republik: Ein Erlebnis für Rum-Liebhaber

Wenn man an die Dominikanische Republik denkt, kommen einem oft endlose Palmenstrände, Kokosnüsse und das karibische Lebensgefühl in den Sinn. Doch nur wenige wissen, dass sich hier eine der bekanntesten Rumdestillerien der Karibik befindet: die Barceló Rumfabrik. Für mich war der Besuch in dieser traditionsreichen Brennerei ein echtes Highlight meiner Reise und ich möchte dir heute erzählen, warum diese Tour ein absolutes Muss ist – egal ob du Rum-Fan bist oder einfach die Kultur des Landes besser verstehen willst.
Wie alles begann – die Geschichte der Barceló Rumfabrik
Die Rumproduktion hat in der Dominikanischen Republik eine lange Tradition, die eng mit der Geschichte des Zuckerrohrs verbunden ist. Barceló wurde 1930 von dem spanischen Einwanderer Julián Barceló gegründet und hat sich seitdem zu einer der renommiertesten Marken des Landes entwickelt.
Heute wird der Barceló-Rum in über 50 Länder exportiert – kein Wunder also, dass man hier Qualität auf höchstem Niveau erwarten darf.
Ein Besuch in der Rumfabrik fühlt sich fast wie eine Zeitreise an: Alte Maschinen, traditionelle Methoden und moderne Abfüllanlagen ergeben eine spannende Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart. Während der Führung taucht man tief in die Kunst der Rum-Herstellung ein – und versteht, warum ein guter Rum viel mehr ist als nur ein Getränk.

Anreise: So kommst du zur Barceló Rumfabrik
Die Fabrik liegt in der Nähe von San Pedro de Macorís, etwa eine Stunde östlich von Santo Domingo.
Wenn du mit dem Mietwagen unterwegs bist, lohnt es sich, vorher einen genauen Routenplan zu machen, denn die Schilder sind nicht immer eindeutig. Viele Reisende buchen auch geführte Touren, bei denen der Transfer, die Führung und oft auch ein kleiner Ausflug in die Umgebung enthalten sind.
Tipp: Viele Touren findest du z. B. hier bei GetYourGuide oder Viator .
Die Führung: Ein Rundgang mit allen Sinnen

Schon beim Eintreten in die luftigen Hallen schlägt einem der Duft von gereiftem Rum, Holz und Zuckerrohr entgegen. Überall lagern massive Eichenfässer, die dem Rum seinen einzigartigen Geschmack verleihen.
Unser Guide war nicht nur Experte, sondern auch ein charismatischer Geschichtenerzähler. Er erklärte, wie der Zuckerrohrsaft gepresst, fermentiert, destilliert und schließlich jahrelang gelagert wird, bis ein samtiger Rum entsteht.
Besonders beeindruckend fand ich den Fasskeller – hier reihen sich Hunderte von Fässern wie ein Kunstwerk aneinander. Manche Sorten reifen über 10 Jahre lang, um ihre komplexen Aromen zu entwickeln.

Das Highlight: Rumverkostung vor Ort
Natürlich wäre keine Rumtour vollständig ohne eine Kostprobe! Nach der Führung durften wir mehrere Sorten probieren – vom jungen, spritzigen Rum bis hin zum edlen, gereiften Reserva.
Ich hätte nie gedacht, wie unterschiedlich Rum schmecken kann: Von fruchtigen, leichten Noten bis hin zu Vanille, Karamell und einer rauchigen Tiefe.

Geschenk-Idee: Stilvolle Rum-Gläser-Sets oder Geschenkboxen für Zuhause!
Shoppen: Rum günstig direkt ab Werk
Nach der Verkostung ging es natürlich in den Werksverkauf. Hier bekommst du Flaschen zu Preisen, die oft deutlich unter dem europäischen Verkaufspreis liegen. Manche Sorten sind sogar nur vor Ort erhältlich – ein tolles Mitbringsel für Zuhause oder als Geschenk.

Tipp: Pack den Rum gut ein! Alkohol darf ins Aufgabegepäck, aber nicht ins Handgepäck. Ich habe meinen Rum sicher in Luftpolsterfolie gewickelt.
Insider-Tipps für deinen Besuch
Wann? Die Werksführungen finden meist vormittags und nachmittags statt. Frag vorher nach Reservierungsmöglichkeiten, besonders in der Hochsaison.
Dauer: Plane mindestens 2–3 Stunden ein, wenn du dir Zeit lassen willst.
Was mitnehmen?
- Bequeme Schuhe – du läufst über große Produktionsflächen.
- Kamera, aber bitte vorher fragen, wo du fotografieren darfst.
- Etwas Bargeld, falls du im Shop einkaufen willst.
Sprachkenntnisse: Führungen gibt es oft auf Spanisch und Englisch. Manche Anbieter bieten auch deutschsprachige Guides an.
Kombiniere deinen Ausflug – mehr als nur Rum
Wenn du schon in der Gegend bist, lohnt sich ein Abstecher in die Umgebung:
- Besuche San Pedro de Macorís – eine lebhafte Stadt mit karibischem Flair.
- Plane einen Strandtag an der nahegelegenen Playa Juan Dolio.
- Oder mach eine geführte Zuckerrohr-Plantagen-Tour.
👉 Toutipp: Geführte Touren & Kombi-Pakete findest du oft bei GetYourGuide oder Viator.
Rum-Fans aufgepasst: So kannst du dein Wissen vertiefen
Wenn du nach deinem Besuch noch tiefer in die Rum-Welt eintauchen willst, empfehle ich dir ein gutes Buch über Rum oder eine Rum-Online-Verkostung.
„Rum – Das ultimative Handbuch“
Fazit: Warum sich die Barceló Rumfabrik lohnt
Für mich war der Besuch in der Barceló Rumfabrik einer der spannendsten Einblicke in die Kultur der Dominikanischen Republik. Du bekommst nicht nur eine spannende Werksführung, sondern verstehst auch die Geschichte und Leidenschaft, die in jeder Flasche steckt. Und natürlich darf eine ordentliche Kostprobe nicht fehlen.
Wenn du ein Rum-Liebhaber bist, solltest du diesen Stopp auf deiner nächsten Karibikreise auf keinen Fall verpassen. Und selbst wenn du kein großer Rum-Fan bist, wirst du die Gastfreundschaft und die faszinierende Technik hinter diesem Handwerk lieben.
Praktische Infos auf einen Blick
- Ort: San Pedro de Macorís, Dominikanische Republik
- Dauer: ca. 2–3 Stunden
- Kosten: ca. 10–20 USD, oft inkl. Verkostung
- Rum vor Ort kaufen: ja, günstiger als im EU-Shop
Dein Feedback
Warst du schon einmal bei einer Rumtour in der Karibik? Teile deine Erfahrungen unten in den Kommentaren!
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